Aufgeräumter, moderner, einladender - Der neu zu gestaltende Marktplatz wurde so geplant, dass er sich in drei unterschiedliche Zonen gliedert: Verkehr, Aufenthalt und Parken (oder Veranstaltungen).
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19.12.2020
Einstimmiges Votum für zweiten Bauabschnitt

Happurg – In einer weiteren Dezember-Sitzung beschloss der Gemeinderat den zweiten Bauabschnitt zur Neugestaltung der Ortsdurchfahrt und des Marktplatzes einstimmig. Ebenfalls zugestimmt wurde dem Bau eines Mobilfunkmasts bei Deckersberg.

Bürgermeister Bernd Bogner war nach der Abstimmung sichtlich erleichtert und bedankte sich beim Gemeinderat für dieses eindeutige Votum. Für ihn sei es ein Zeichen guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit sowie ein klares Signal für die Bevölkerung. Per einstimmigem Beschluss soll der zweite Bauabschnitt noch heuer ausgeschrieben werden, dass mit dem Bau 2021 begonnen werden kann. Dies habe den Vorteil, dass noch 10% höhere Zuschüsse für Wasser- und Kanalbaumaßnahmen erzielt werden können. Außerdem wolle man nicht warten, bis die Baupreise noch weiter steigen, so Bogner.

Zuvor führte Bogner den Gemeinderat und die Zuhörer noch einmal in einer kurzen Präsentation durch das rund 3,18 Millionen Euro teure Großprojekt. Die Ortsdurchfahrt soll vom Rathaus bis zum Kreuzungspunkt vor der Metzgerei im gleichen Stil modernisiert werden wie er bereits im ersten Abschnitt erfolgt ist. Vor allem der Marktplatz soll in neuem Glanz erstrahlen. Die gesamte Planung sei das Ergebnis aus drei Workshops des Gemeinderats, einigen Besichtigungen vor Ort, dem Einbringen von Lösungsvorschlägen aus den Fraktionen und dem Zusammenspiel zwischen Gemeinderat, den beteiligten Planungsbüros „Team 4 Bauernschmitt & Wehner“ (Nürnberg), „Reeder & Raum“ (Happurg), „Seuss Ingenieure GmbH“ (Amberg) und der gemeindlichen Bautechnik, so der Bürgermeister.

Etwa 1,6 Millionen Euro der Kosten entfallen auf den Austausch der Kanalisation, rund 330.000,- Euro müssten für die Erneuerung des Leitungswassernetzes, das aus den 1920er Jahren stammen dürfte, aufgebracht werden. Kanal- und Wasserbaumaßnahmen seien zu 50% durch das Wasserwirtschaftsamt förderfähig, die restlichen geschätzten Straßenbaukosten in Höhe von zirka 1,25 Millionen Euro können zu 55% aus der Städtebauförderung bezuschusst werden. Die Kostenschätzung lag den Gemeinderäten seit 07.12. vor. Die Förderanträge und der Antrag auf vorzeitigen Baubeginn werden nun bei der Regierung von Mittelfranken eingereicht. Auch die Kostenschätzungen für Wasser- und Kanalbau in diesem Bereich werden an das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg übersendet.


Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde die Errichtung eines Mobilfunkmastes der „Deutschen Telekom AG“, etwa 400 Meter von der Ortschaft Deckersberg entfernt. Wie am 03. Juni 2020 bei einer Vorort-Besichtigung des Bau- und Umweltausschusses vorberaten, wird der Mast auf einem Gemeindegrundstück nahe des Feldweges gebaut. Grundstückspächter und zuständig für den Bau ist die „DFMG Deutsche Funkturm GmbH“. Durch den Funkmast wird eine deutlich bessere Netzabdeckung sowohl im Happurger als auch im Engelthaler Gemeindegebiet erzielt. Beim damaligen Termin vor Ort waren zahlreiche Bürger aus Deckersberg und Vorderhaslach gekommen um sich über das Vorhaben zu informieren. Der Mast könne von bis zu vier Mobilfunkanbietern genutzt werden und grundsätzlich sei die „DFMG Deutsche Funkturm GmbH“ verpflichtet, den Standort auch von anderen Mobilfunkanbietern mitnutzen zu lassen, so Gemeindebautechniker Marco Keul auf Nachfrage aus dem Gremium.


Für Freude bei den Rätinnen und Räten sorgte am Ende der Sitzung noch die Bekanntgabe der beachtlichen Gewerbesteuerausgleichszahlung aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie des Freistaats in Höhe von rund 448.000,- Euro an die Gemeinde Happurg.

 

Jörg Kirschner, Fraktionssprecher