Ausgedient - Die 522 Natriumdampf-Hochdrucklampen (60 Watt) werden noch heuer im gesamten Gemeindegebiet gegen energiesparende und insektenschonende LED-Retrofit-Leuchten (14 Watt) mit 6-Stufen-Dimmer ausgetauscht.
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29.05.2020
Gemeinderatssitzung 27.05.2020

LED-Leuchten und Baumpflanzplan

Nach der Begrüßung aller anwesenden Gemeinderäte (1 entschuldigt) und der Genehmigung der Protokolle wurde die in der Konstituierenden Sitzung entschuldigte Christina Söhnlein durch 1. Bürgermeister Bernd Bogner nachträglich zur Gemeinderätin vereidigt. Die Sitzung fand dieses Mal aus Hygieneschutzgründen im Happurger Sportheim statt. Zuhörer waren keine anwesend.


Neues Straßenbeleuchtungssystem

Herr Waigand von N-Ergie netz stellte dem Gremium die neuen LED-Lampen vor, die im Zuge der turnusgemäßen Wartung der Straßenlampen im Jahr 2020 ausgetauscht werden könnten. Dies alles könnte innerhalb des konzerneigenen Energieeinsparungskonzeptes der N-Ergie netz erfolgen, so Waigand. Demnach haben die bisherigen Natriumdampf-Hochdrucklampen (50 bzw. 60 Watt Leistung, gelbes Licht, 72 Lumen / Watt) ausgedient. Im Austausch sollen nun die 522 Lampen im Gemeindegebiet auf das LED Retrofit-Leuchtmittel umgerüstet werden, welche bei nur 14 Watt Leistung ein helleres, warm-weißes und zugleich insektenschonendes Licht (127 Lumen / Watt) liefern. Die Fassung bliebe dieselbe, so der Fachmann. Durch den Austausch könnten somit bis zu 77% an Energiekosten eingespart werden. Die Ersparnis beträgt ca. 47,- Euro pro Lampe im Jahr. Die Amortisation der ca. 45.700,- Euro teuren Investition wäre nach weniger als 2 Jahren erreicht. Die Lebensdauer beträgt laut Hersteller rd. 35.000 Stunden, was ungefähr 8 Jahre Brenndauer bedeuten würde. Im Vergleich: Die bisherigen Lampen verlieren mit der Zeit an Leuchtkraft und haben nur eine Lebensdauer von ca. 4 Jahren.

Der Gemeinderat war von der LED-Lösung angetan und entschied sich einstimmig für die Umrüstung auf die LED-Leuchten durch die N-Ergie netz. Eine Frage war noch zu klären: Sollen konstant leuchtende LED-Lampen installiert werden, welche die ganze Nacht hindurch 100% Leistung erbringen oder soll man dimmbare LED-Leuchten verbauen, die in 6 Stufen und im Sommer-/Winter-Uhrzeitmodus unterschiedliche Leistung bzw. Helligkeit zeigen (mit durchschnittlich 75% Leistung)? Die dimmbare Variante kann per eingebautem Chip z.B. stundenweise über Nacht bedarfsgerecht unterschiedliche Helligkeiten abspielen (100% - 100% - 65% - 35% - 50% - 100%), immer neu berechnet anhand der Daten der Leuchtstufen aus der vorangegangenen Nacht. Mehrheitlich votierte der Gemeinderat für die dimmbare LED-Leuchte. Herr Waigand bedankte sich für den Auftrag der Gemeinde Happurg. Die Umrüstung soll im Laufe des Jahres erfolgen.


Baumkonzept für Happurger Ortsdurchfahrt

Leidenschaftlich diskutiert wurde das vorgeschlagene Baumpflanzkonzept der Baumschule Geiger aus Hersbruck. An verschiedenen Stellen entlang der Hersbrucker Straße, am Kühbrunnen oder im Bereich um den Kirchweihplatz sind laut Konzept unterschiedliche kleinere Baumpflanzungen geplant, etwa Bäume wie die Stadtbirne, der Rotahorn, die Felsenbirne, der Eisenholzbaum, der Amberbaum, die Kaiserlinde oder die Säulenweißbuche. Aus dem Gremium kamen Einwände hinsichtlich der Pflanzung von „fremden Gehölzen“ (zit.). Man solle doch lieber einheimische Bäume pflanzen, wie es auch der Naturschutz vorsehe, so die Meinung einiger Räte. Entgegen dieser Meinung vertraten andere die Ansicht, man müsse genügsame, pflegeleichte, aufgrund des Klimawandels wärmeverträgliche und für Schädlinge wenig anfällige Gehölze pflanzen, die noch dazu schön aussähen. Ergebnis der Diskussion: Der Gemeinderat war mit den meisten Vorschlägen der Baumschule Geiger einverstanden, jedoch soll das Baumpflanzkonzept an der einen oder anderen Stelle noch einmal überarbeitet werden, unter der Maßgabe, dass dort möglichst einheimische Bäume zum Einsatz kommen. Kosten für das Pflanzkonzept wurden noch nicht ermittelt. Ein Baumpflegevertrag nach erfolgter Pflanzung sei möglich, so Bogner auf Nachfrage aus dem Gremium.


Vorlage der Jahresrechnung 2019

Der Gemeinderat erhielt die Jahresrechnung von 2019 zur Kenntnis vorgelegt.


Bauanträge

Folgende Bauanträge wurden vom Gemeinderat behandelt und einstimmig genehmigt (16:0 Stimmen):

  • Anbau eines Wintergartens auf bestehender Terrasse und Errichtung eines Geräteraumes (nachträgliche Genehmigung) in Happurg;
  • Abtrennung eines zweigeschossigen Bürobereichs und Abtrennung eines zusätzlichen Werkstattbereichs in einer bestehenden Lagerhalle im Gewerbegebiet „Im Gässlein“ in Happurg;

    Berichtswesen

Bürgermeister Bogner informierte die Gemeinderätinnen und –räte darüber, dass am Höhenweg in Happurg das Eschentriebsterben stark fortgeschritten sei und dort eine konkrete Gefahr für Passanten auf dem Wanderweg und am Wendehammer bestehe. Demnächst sollen dort Baumfällungen erfolgen. Außerdem berichtete Bogner von der Fertigstellung des Dachstuhls am Neubau des Förrenbacher Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshauses. Aufgrund der Corona-Bestimmungen müsse aber leider auf ein Richtfest verzichtet werden. Am 16. Juni nimmt Bogner einen Termin mit dem Wasserwirtschaftsamt wahr, in dem es um die Nachverhandlung zur Bezuschussung der Kanalbauarbeiten des 1. Bauabschnitts der Happurger Ortsdurchfahrt und um die allgemeinen Bedingungen für eine Bezuschussung derselben Arbeiten im 2. Bauabschnitt gehen wird. Dies könne für die Gemeinde spannend und zugleich unerfreulich werden, so der Bürgermeister, denn es wurden durch die Corona-Krise und knapper werdende Finanzmittel des Freistaates bereits Förderstopps für solche Baumaßnahmen angekündigt.


Sonstiges

Am Ende der Sitzung wurde noch verkündet, dass die Happurger Kirchweih generell abgesagt wurde. Dies sei das Ergebnis eines Gespräches. Die Verantwortlichen der Kirchweihen in Thalheim, Deckersberg und Schupf, die ebenfalls von den bis Ende August geltenden Hygiene – und Kontaktbeschränkungen (Covid-19) betroffen sind, wollten ihre Feste nicht grundsätzlich absagen. Abhängig vom Infektionsgeschehen im Landkreis könnten sie sich möglicherweise jeweils Treffen der Kirchweihburschen im ganz kleinen Rahmen an den Kirwa-Festtagen vorstellen.

 

Jörg Kirschner, Fraktionssprecher