Glücksbaum im Gepäck - Bürgermeister Bogner überreichte bei seinem Überraschungsbesuch der neuen Grundschulleiterin Christina Leibold ein kleines Bäumchen, das ihr im Amt Glück bringen soll.
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03.11.2020
Happurgs Grundschulleiterin begrüßt

In der November-Sitzung des Gemeinderates stellte sich mit Christina Leibold die neue Schulleiterin vor, die bereits im letzten Schuljahr kommissarisch die Geschäfte an der Grundschule führte. Das Gremium beschäftigte sich mit der Anschaffung von Funkwasserzählern für alle Haushalte und dem Neubau einer Logistikhalle. Die Sitzung fand wegen der Einhaltung der Hygienevorschriften in der Schulturnhalle statt.


Klassenzimmerausstattung in Aussicht gestellt

Die junge Schulleiterin erwähnte nach der Vorstellung ihrer Person, dass sie im letzten Schuljahr mit der Bewältigung der Coronakrise konfrontiert war. Trotz der damit verbundenen organisatorischen Schwierigkeiten und den technischen Herausforderungen für die 121 Grundschüler und deren Eltern sowie für die 15 Kolleginnen und Kollegen blicke sie positiv in die Zukunft. In den vergangenen Monaten seien von Seiten der Gemeinde erfreulicherweise viele Projekte in Angriff genommen und umgesetzt worden, wie z.B. der Breitbandanschluss des Gebäudes, die Toilettensanierung, der Fensteraustausch in der Aula oder die Anbringung des neuen Schriftzuges mit Schullogo über dem Eingang.

Sie freue sich über die bevorstehende Türensanierung im vorderen Gebäudeteil, die Verkabelung der Klassenzimmer und die geplante digitale Aufrüstung der Räume. Leibold wäre sehr dankbar, wenn auch die neuen mitwachsenden Stühle und modernen Tische, das sogenannte „Flexible Klassenzimmer“, zumindest in zwei Klassenräumen angeschafft werden könnten. Bürgermeister Bogner stellte möglicherweise sogar die Umrüstung aller sechs Grundschulklassenzimmer mit neuem Mobiliar für das nächste Haushaltsjahr in Aussicht. Die Kosten pro Klassenzimmer belaufen sich auf ca. 11.000,- Euro. Man werde sich bei den Haushaltsberatungen genauer damit befassen, versprach Bogner.


Neue Technik in der Wasserversorgung

Untermauert durch die Einschätzungen des Bauhofleiters Horst Kaspar wurden durch den Bürgermeister noch einmal alle Vorteile der Umrüstung auf Funkwasserzähler im Gemeindegebiet zur Sprache gebracht (siehe auch Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 29.01.20 hier auf dieser Homepage unter "Aktuelles"). Die im Vorbeifahren digital auslesbaren Wasserzähler, die mit einer Langzeitbatterie betrieben werden, messen exakter und sind mit zwölf Jahren doppelt so lang geeicht wie die herkömmlichen Zähler. Zwar seien die Anschaffungskosten etwas höher, doch auf die Laufzeit gerechnet, seien sie wesentlich betriebskostenmindernd, da sich der Arbeitsaufwand deutlich verringere. Viele Arbeitsstunden entfallen für das Ablesen der Zählerstände, die Eingabe der Verbrauchsdaten und die Erstellung der Kostenabrechnungen. Dies wird künftig eine Software anonymisiert und zeitsparend übernehmen. Größter Vorteil aus Sicht von Kaspar sei die zielgenaue Ortung von Lecks in der Wasserversorgung. Rohrbrüche im privaten wie auch öffentlichen Raum seien künftig viel früher und bereits bei geringen Durchflussmengen feststellbar. Der Austausch der ca. 1500 Messgeräte soll in zwei Abschnitten erfolgen. Beginn der Umrüstung soll Anfang 2021 in den Haushalten erfolgen, bei denen die Eichzeit der alten Zähleruhren abläuft. Die Mehrkosten für Anschaffung und Ersteinbau sollen in die Kalkulation der Wassergebühren mit einfließen.


Logistikhalle in Schupf genehmigt

Das gemeindliche Einvernehmen erteilt wurde für den Bau einer Doppelgarage an eine denkmalgeschützte Scheune in Happurg, für den Teilabriss eines Wohngebäudes mit Umbau eines Wohnhauses in Thalheim sowie für den Bau eines Relaishauses am Happurger Kraftwerk. Eingehender befasste sich der Gemeinderat mit dem Neubau einer 20x40 Meter großen Logistikhalle in Schupf. Zwischen dem bestehenden Werksgelände und dem Wohnbaugebiet „Bocksäcker“ befindet sich ein ausgewiesenes Mischgebiet, das sowohl zu gewerblichen als auch zu Wohnbauzwecken genutzt werden kann. Die Räte genehmigten die beantragten Befreiungen hinsichtlich der geplanten flachen Dachneigung und beabsichtigten Dach- und Fassadengestaltung mit Trapezblech. Unter der Maßgabe, dass der Zu- und Ablieferverkehr ausschließlich über das Werksgelände und nicht durch das Wohngebiet zu erfolgen habe, gaben die Räte ihr Einverständnis. Weitere Prüfungen des Bauvorhabens werden vom Landratsamt vorgenommen.


Turnhalle und Gemeinschaftshäuser geschlossen

Bürgermeister Bogner gab bekannt, dass die Turnhalle wegen Corona geschlossen bleibe. Ebenso betroffen von einem Verbot für gesellige Veranstaltungen seien die gemeindlichen Feuerwehr- und Gemeinschaftshäuser. Bürgerversammlungen könne es in diesem Jahr coronabedingt keine geben, dafür zumindest eine Übersicht mit den wichtigsten Daten der Gemeinde per Postwurfsendung. Die Untere Naturschutzbehörde habe in ihrer Stellungnahme zum geplanten Mobilfunkmast in Förrenbach den Standort als nicht geeignet befunden. Die Gemeinde werde demnächst in Gespräche mit der Behörde treten. Wie im Haupt-, Personal- und Finanzausschuss jüngst beraten wurde, können die Preise für Wasser und Kanal im kommenden Jahr stabil gehalten werden.

Jörg Kirschner,

Fraktionssprecher